Philosophie: Einen neuen Planeten besiedeln




Heute möchte ich gerne mit euch wieder ein bisschen philosophieren. Nehmen wir an die Menschheit würde einen neuen Planeten entdecken, welchen wir auch noch besiedeln könnten. Das ist ja bekanntlich ein Traum vieler Menschen. Hinaus ins Weltall, neue Planeten entdecken und besiedeln, neue Erkenntnisse für die Wissenschaft gewinnen, einer der größten Schritte der menschlichen Evolution. Aber wenn wir einen neuen Planeten entdecken, wer darf ihn als erstes besiedeln? Wie teilt man das Land auf? Darf der Entdecker den kompletten Planeten beanspruchen? Wer gibt ihm das Recht dazu? Und was ist wenn dort bereits eine intelligente Lebensform lebt? 

Zugegeben viele Fragen, ich meine wir Menschen bekommen es ja nicht mal auf die Reihe auf unserer Erde Frieden zu schließen. Das liegt meiner Meinung nach in der Natur des Menschen. Jeder Mensch hat seine Meinung, wenn ein anderer diese nicht teilt versucht man ihm seine Meinung auf zu zwingen. Man muss sich nur die Religionskriege anschauen.  
Wenn wir also nun einen neuen Planeten entdecken würde das unweigerlich zu Krieg führen, auf der Erde, im Weltraum, auf dem neuen Planeten oder einfach überall. Wir wären nicht fähig die Landmasse des Planeten fair aufzuteilen. 
Andererseits wäre eine solche Entdeckung die riesen Möglichkeit, endlich als vereinte Menschheit aufzutreten und den Planeten gemeinsam zu besiedeln, wenn dort keine andere intelligente Rasse lebt. 
Aber können wir das überhaupt? Gemeinsam arbeiten? Jede Nation vertritt andere Interessen, die einen wollen Macht und Geld, andere wollen eine "grüne" Besiedlung, die Religionen wollen natürlich ihre Religion als einzige Macht dort haben, die Wissenschaftler wollen einen möglichst unberührten Planeten um dort forschen zu können. Es würde unweigerlich ein Interessenkonflikt entstehen. 

Eigentlich schade... Wir bezeichnen uns selbst als intelligent, aber wären nicht fähig eigene Interessen unter das Wohl der Allgemeinheit zu stellen, genau das was eigentlich jeder Politiker machen sollte. Aber wie würde so ein Wohl der Allgemeinheit aussehen? Man kann nie alle Interessen unter einen Hut bringen, somit müsste man nach Wichtigkeit definieren. Wie bestimmt man wichtige Interessen? Sind das nur die Grundbedürfnisse oder doch mehr? 

Abschließend gilt noch die Frage, was wäre wenn dort bereits andere intelligent Lebensformen den Planeten bewohnen? Wie wir Menschen sind, würde man natürlich irgendwann die Eroberung anstreben, leider. Oder man fängt an sich mit diesen Lebewesen auszutauschen, Wahren, Wissen, Erfahrungen. Dies hängt meiner Meinung von der "Entwicklungsstufe" der Aliens ab. Sind wir Menschen weiter entwickelt, würde eine Eroberung anstehen. Sind diese Wesen weiter fortgeschritten als wir, würde man eine friedliche Lösung bevorzugen. Ich persönlich bevorzuge generell die friedliche Lösung, aber wen interessiert schon meine Meinung. Wenn diese andere Lebensform weiter entwickelt ist, müssen wir dann aufpassen das sie nicht uns erobern?

Was denkt ihr? Könnte die Menschheit an einem Strang ziehen um einen neuen Planeten zu besiedeln oder würde das in heillosem Chaos enden? Wie sieht es mit den Bewohnern aus? Schreibt mir eure Meinung doch einfach in die Kommentare.

Was ist Realität


Oder was ist Wahrnehmung?


Als ich heute durch die Innenstadt gewandert bin kam mir ein Gedanke welcher mich bis Zuhause nicht mehr losgelassen hat. Was ist Realität? Ist die Realität eines jeden nicht verschieden? Jeder Mensch nimmt doch seine Umgebung anders wahr. Als Beispiel genügt schon, ob man eine Person hübsch findet oder nicht. Ob man ein Gemälde schön findet oder eben nicht. Ob man Pizza mag oder nicht, gut jeder mag Pizza, aber ihr versteht worauf ich hinaus möchte.
Ein schönes Sprichwort besagt: "Du lebst doch in einer anderen Welt". 
Ja natürlich tue ich das, jeder von uns hat seine eigene Welt. Jeder Mensch denkt anders, jeder Mensch sieht anders, jeder Mensch hat eine eigene Meinung. Es leben keine zwei Menschen in der gleichen Welt, jeder hat seine eigene und das ist auch sehr sehr gut so. 

Was wäre denn wenn jeder in der gleichen Welt leben würde? Alle tragen die gleichen Klamotten, jeder möchte den gleichen Beruf, jeder isst das selbe. Genau dieser Fakt, dass wir in einer eigenen Welt leben macht alles doch so interessant. 
Falls eine andere Person eine andere Meinung hat als du, sollte man diesen Menschen nicht verurteilen, für seine Welt ist diese Meinung eben die Richtige, das ganze funktioniert natürlich auch umgekehrt, du hast auch deine Meinung und diese ist für dich richtig, das bedeutet nicht, dass sie für andere Sinnig erscheint. Meinungen und Gedanken müssen nicht immer Sinn ergeben, sie müssen für dich passen. 
Deshalb verstehe ich auch nicht, warum man anfängt Menschen zu beleidigen nur weil diese eine andere Meinung haben. Für diese Personen ist alles richtig, im Gegenzug sollte man aber auch nicht nur auf seine Meinung pochen sondern den anderen auch zuhören. Denn wer Kritik üben möchte, muss lernen anderen zuerst zuzuhören. Ein geben und nehmen sozusagen.

Gegenstände zum Beispiel sehen für alle Personen gleich aus, ein Stuhl hat eine gewisse Form, was ihn eben zu einem Stuhl werden lässt. Das ist eine Gemeinsamkeit, unserer Welten. Ob wir den Stuhl dann schön finden, das muss jeder für sich entscheiden. Aber allein schon in der Farbwahrnehmung unterscheidet sich wieder jeder, der eine findet grün schöner als blau und umgekehrt. Das ist Geschmackssache, wirst du jetzt bestimmt sagen. Ja, ist es, aber das liegt doch rein wieder in unserer persönlichen Wahrnehmung.

Ich stelle mir das so vor, jeder hat seine eigene Welt, aber unsere Welten existieren parallel zueinander und überschneiden sich in manchen Dingen. Mit einigen Menschen überschneiden sich unsere Welten in mehr Punkten, mit anderen wiederum weniger.

Aber all diese unterschiedlichen "Realitäten" machen uns Menschen aus. Genau deshalb ist unsere Erde so ein, mir fällt kein besseres Wort ein, bunter Planet. Deshalb finde ich es gut, dass jeder in seiner eigenen Welt lebt, aber man muss die Welten der anderen auch respektieren, man muss sie nicht verstehen oder unterstützen, sondern einfach nur respektieren.